Aspekte der technischen Algennutzung

Die technische Nutzung von Algen befindet sich derzeit noch im Forschungsstadium. Prinzipiell unterscheidet man zwei getrennte Bereiche in denen Algen derzeit eingesetzt werden: Den Bereich der CO2-Fixierung und den Bereich der Biomasseproduktion. Wir wollen im folgenden Artikel kurz beide unterschiedlichen Aspekte der Algennutzung untersuchen:

1)Die Co2 Fixierung:
Die möglichst effiziente Reduktion des Klimakillers CO2 in möglichst allen Lebensbereichen ist aufgrund der aktuellen Debatte über die langfristigen Folgen des Treibhauseffektes in den letzten Jahren immer mehr in den Blickpunkt der Öffentlichkeit gerückt. Durch den Emissionshandel und den damit verbundenen Gewinnmöglichkeiten ist darüber hinaus ein großes wirtschaftliches Interesse an CO2-Einsparungen entstanden. Die so-genannte CO2 Fixierung ist eine technische Möglichkeit industrielle Prozesse, die eigentlich relativ CO2-intensiv sind, CO2-sparsamer zu gestalten.

Das Prinzip der CO2-Fixierung ist folgendes: Mikroalgen wie die Chlorella vulgaris sollen aus Abgasen von Kraftwerken das CO2 herausfiltern. Die in den so genannten Bioreaktoren entstehende Biomasse kann in einem zweiten Schritt zur Erzeugung von Kraftstoffen wie Biodiesel oder als Nahrungsergänzungsmittel genutzt werden.

Obwohl der Ansatz im Prinzip recht vielversprechend klingt, hat die CO2-Fixierung mit einigen grundsätzlichen Problemen zu kämpfen. So ist vor allem der gewaltige Platzbedarf ein Hindernis für den serienmäßigen Einsatz dieser Technologie. Ein durchschnittliches Kohlekraftwerk würde – beim derzeitigen Stand der Forschung – ca. 6.000 Tonnen Algen pro Tag (!) benötigen, falls das gesamte CO2 aus den Abgasen gefiltert werden soll.

Darüber hinaus gibt es auch noch andere Probleme, wie die Abhängigkeit des Algenwachstums von den Jahreszeiten und die Schwierigkeit die Wände der eingesetzten Bioreaktoren auf Dauer lichtdurchlässig zu machen. Ob sich die CO2-Fixierung also jemals durchsetzen wird, ist derzeit mehr als fraglich.

2)Biotreibstoffe:
Wie auf dieser Webseite bereits mehrfach beschrieben wurde, hat die Produktion von Treibstoffen aus Algen mehrere Vorteile:
– Es werden keine Nahrungsmittel zur Treibstoffgewinnung genutzt.
– Es wird kein Ackerland zur Treibstoffgewinnung genutzt.
– Algen wachsen deutlich schneller als alle anderen Pflenzen.
– Algen haben einen höheren Anteil an organischen Substanzen,
die zur Herstellung von Biokraftstoffen genutzt werden können,
als alle anderen Pflanzen.

Trotz dieser genannten Vorteile, ist die Gewinnung von Treibstoffen aus Algen derzeit noch im Stadium der Forschung. Von der industriellen Produktion ist man auf diesem Gebiet derzeit noch weit entfernt. Vor allem das „Melken“ der Algenkulturen stellt die Wissenschafter derzeit noch vor immende Probleme. Allerdings stehen die Chancen für diese Technologie dennoch besser, als die für die CO2-Fixierung.

Links:
www.bmbf.de
www.umweltbundesamt.de/

English summary:
This articel contains information about some interesting possibilities how to use algae in order to create a greener planet:
- Reducing CO2 bei “fixing” the exhaust of powerplants
- getting biological fuels from algae
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